Patienteninfo

16.09.2015

Lexikon

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Samenerguss, vorzeitiger

Siehe hier

Schlingenextraktion

Entfernung von Harnsteinen über die Harnröhre unter Kontrolle mit einem Spiegelgerät (Endoskop) mit entsprechend geformten Schlingen oder Zangen. Anwendung bei allen Steinarten möglich. Früher häufig angewandte Methode, die heute durch die URS ersetzt wird.

Schwellkörper-Auto-Injektions-Therapie (SKAT)

Behandlungsverfahren zur Therapie von Erektionsstörungen durch Injektion gefäßaktiver Substanzen (z.B. Alprostadil) in die Schwellkörper. Siehe Patientenratgeber Erektionsstörungen.

Screening-Untersuchung

zielgerichteter Suchtest, Verfahren zur Krebsfrüherkennung (z.B. Mammographie - Röntgenuntersuchung der Brustdrüse)

Seeds

(engl. Samenkörner) – radioisotopenhaltige Körner oder Nadeln, die bei innerer Bestrahlungsbehandlung (z.B. in der Prostata) zum Einsatz kommen

Semikastration

Operative Entfernung eines Hodens, z.B. bei Hodentumor.

Seminom

Bösartiger Hodentumor, häufigster maligner Tumor bei jüngeren Männern.

Sexualhormone

Sammelbegriff für die Hormone, die die männliche und weibliche Geschlechtsdifferenzierung und Fortpflanzung beeinflussen. Zu den weiblichen Sexualhormonen zählen die Östrogene und Gestagene, zu den männlichen Sexualhormonen insbesondere das Testosteron.

Sonographie

Andere Bezeichnung für Ultraschalluntersuchung.

Spanischer Kragen

siehe Paraphimose

Spasmolytika

Arzneimittel, die die Verkrampfung der Muskulatur innerer Organe lösen können.

Spermien

Reife Samenfäden

Spermiogramm

Untersuchung des Ejakulats zur Abklärung der Fertilität. Beurteilung insbesondere der Anzahl, der Beweglichkeit und der Morphologie der Spermien.

Sphinkter

Fachbegriff für Schließmuskel. Schließmuskel sind im menschlichen Körper besonders für die Harn- und Stuhlkontinenz entscheidend.

Spitzenkondylome (Condylomata accuminata)

Feigwarzen werden durch sog. Papillomaviren verursacht. Sie machen sich bemerkbar als Warzen (in fortgeschrittenen Fällen auch in Form blumenkohlähnlicher Gebilde) am Glied, an oder in der Scheide, am Anus oder im Darmausgang. Es gibt viele verschiedene Arten solcher Papillomaviren, von denen nicht alle sexuell übertragbar werden oder Warzen verursachen. Einige Arten infizieren die Schleimhäute im Genitalbereich und können , ohne sich zuvor durch eine Warzenbildung bemerkbar gemacht zu haben, nach länger dauernder Infektion Krebs auslösen. Der Gebärmutterhalskrebs bei der Frau, sowie vermutlich auch ein erheblicher Teil der Scheiden-, Penis- und Analkarzinome sind Folge solcher Infektionen. Etwa jede 5. Frau im sexuell aktiven Alter ist mit genitalen Papillomaviren infiziert, etwa jede 15. mit Papillomavirustypen, die Krebs verursachen können. Die Zahl der männlichen Virusträger ist nicht bekannt. Besondere Probleme stellen die Warzen bei unkontrolliertem Wachstum dar; zum Beispiel wenn die Körperabwehr durch eine andere Erkrankung geschwächt ist. Große Warzen im Geburtskanal können den Geburtsverlauf beeinträchtigen. Im Enddarm können sie Schmerzen beim Stuhlgang verursachen. Einige Virustypen können nach längerdauernder Infektion Gebärmutterhals-Krebs bei Frauen verursachen. Hauptsächlich durch ungeschützten Sexualverkehr steckt man sich an. Kondome schützen, wenn sie den Kontakt mit krankheitsbedingten Hautveränderungen oder erregerhaltigen Körperflüssigkeiten verhindern. Eine ursächliche Behandlung gibt es nicht. Außer örtlicher chemischer Behandlung kommt die operative Entfernung in Frage. Es treten häufig Rückfälle auf, daher sind Kontrollen über längere Zeit unerläßlich.

Stadieneinteilung (Staging)

Festlegung der Tumorausbreitung innerhalb des Entstehungsorgans, der benachbaren Organe und der entfernteren Organe. Erfassung der Größe der Ausgangsgeschwulst (Primärtumor), der Anzahl befallener Lymphknoten und Absiedelungen (Tochtergeschwülste, Metastasen). Siehe auch TNM-Klassifikation

Sterilisierung des Mannes

Siehe gleichnamiger Patientenratgeber

Sterilität

Unfruchtbarkeit. Synonym wird der Begriff Infertilität verwendet.
Siehe Patientenratgeber 

Stomaanlage

Anlage eines künstlichen Ausgangs zur Harn- oder Stuhlentleerung (in einem Auffangbeutel).

Strahlenfibrose

Eine Vermehrung körpereigenen Bindegewebes als unerwünschte Folge einer Strahlentherapie, die sexuelle Funktionsstörungen zur Folge haben kann, z.B. Erektionsstörungen.

Strahlentherapie

Behandlung in erster Linie von Tumoren mit ionisierender Strahlung. Die Empfindlichkeit der einzelnen Tumorarten gegenüber einer Strahlentherapie ist unterschiedlich. Die Therapie wird durch spezialisierte Fachärzte durchgeführt.

Streifen-Schnelltest

Die Teststäbchen aus Kunststoff (z.B. Combur-Test), die mit verschiedenen Testfeldern versehen sind, werden in den frisch gewonnenen Urin eingetaucht. Durch den Grad der Verfärbung der Testfelder lassen sich u.a. pH-Wert, Zucker, Eiweiß und rote Blutkörperchen beurteilen. Ergänzend wird in der Urologe oft ein Urinsediment zur mikroskopischen Beurteilung des Urins angefertigt.

Stressinkontinenz

Heute eher als Belastungsinkontinenz bezeichnet.
Siehe Harninkontinenz

Streustrahlung

Ungewollt in der Bestrahlung von Tumoren von dem eigentlichen Strahlungsziel abweichende Strahlung. Sie macht Schutzmaßnahmen erforderlich, um den Patienten und das Behandlungspersonal zu schützen.

Substitionsbehandlung

Zufuhr einer fehlenden oder nur in unzureichender Menge vorhandenen Substanz, z.B. von Geschlechtshormonen wie dem Östrogen nach dem Klimakterium.

Symptom

Krankheitszeichen

Syphilis (Lues)

Sexuell übertragbare Krankheit, die durch Bakterien (Treponema Pallidum) ausgelöst wird. Der Krankheitsverlauf kann chronisch sein. Er wird in 3 Stadien eingeteilt. Stadium I: An der Eintrittstelle der Erreger entwickelt sich ca. 3 Wochen nach der Ansteckung ein Knoten oder ein schmerzloses Geschwür, welches von selbst abheilt. Der Erreger ist jedoch weiter im Körper aktiv. Im Stadium II (ca. 8 Wochen bis 2 Jahre nach der Ansteckung) kommt es zu einem generalisierten Krankheitsbild Fieber, Lymphknotenschwellungen und Hautausschläge. Im Stadium III (mehrere Jahre nach der Ansteckung) werden das Nervensystem, das Herz-Kreislaufsystem und andere Organe befallen. In Deutschland liegt die Zahl der Neuinfektionen mit Syphilis derzeit bei ca. 5000 pro Jahr. In der Schwangerschaft kann die Syphilis zu schweren Schädigungen des Kindes führen.

Die Ansteckung erfolgt meistens durch Geschlechtsverkehr ohne Kondom oder Schleimhautkontakt. Eine Behandlung mit Antibiotika in den frühen Stadien führt zur Heilung. Die Behandlung in späteren Stadien kann zwar eventuell die Erkrankung zum Stillstand bringen, aber schon vorhandene Organschäden nicht mehr rückgängig machen.

 

Szintigramm/Szintigraphie

Nuklearmedizinische Untersuchung der Knochen zum Nachweis von Metastasen z.B. eines Prostatakarzinoms.

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